Die Verbindung zwischen den Regionen ist die eigentliche Essenz der Schweizer Verkehrspolitik. In einem Land mit vier Sprachregionen und ausgeprägtem Föderalismus sind gut ausgebaute Strassenverbindungen der Kitt, der das Land zusammenhält. Die Nord-Süd-Achse durch die Alpen ist dabei nur die bekannteste unter vielen wichtigen Verbindungen. Ebenso bedeutend sind die Ost-West-Verbindungen, die das Mittelland durchziehen und Wirtschaftsräume wie Zürich, Bern und Genf miteinander verknüpfen. Für diese grenzüberschreitenden Fahrten innerhalb des Landes ist die schweizer vignette das zentrale Nutzungsdokument.
Diese Verkehrsachsen ermöglichen nicht nur das Pendeln zur Arbeit, sondern auch den kulturellen Austausch. Ein Bewohner des Tessins kann dank der Strasseninfrastruktur problemlos an einer Veranstaltung in der Deutschschweiz teilnehmen. Die Frage, was kostet vignette schweiz, stellt sich für Vielfahrer, die täglich diese Verbindungen nutzen, ganz anders als für Gelegenheitsfahrer. Die Kosten werden oft gegen die Zeitersparnis und die Zuverlässigkeit der Verbindung abgewogen. Dabei zeigt sich, dass die Autobahnen eine enorme soziale Funktion erfüllen, indem sie Distanzen überwindbar machen.
Die Planung neuer Verbindungen oder der Ausbau bestehender Strecken ist daher immer auch ein politischer Aushandlungsprozess zwischen den Kantonen. Jede Region möchte optimal an das Netz angebunden sein, um wirtschaftlich nicht abgehängt zu werden. Die e vignette schweiz macht diesen Prozess für den Nutzer unsichtbar, da sie lediglich das Werkzeug zur Nutzung ist. Letztlich sind es aber diese Strassenverbindungen, die aus einer Ansammlung von Kantonen einen zusammenhängenden Wirtschafts- und Kulturraum formen. Sie sind das Nervensystem der Nation.
Mühlebachstrasse 50, 8008 Zürich, Schweiz